Zur Meinungsfreiheit westlicher Gesellschaften 
zählt das Recht zur missverständlichen Überzeichnung.
   
04.01.2010 - dradio.de

 


Thema des Tages

Leonie Rysanek

 


    ... am
14. November 1926 geboren

Im Gedächtnis bleibt ihr Schrei im ersten Akt der 'Walküre' in Bayreuth, als Siegmund Nothung aus der Esche Stamm zieht.

Sie verhedderte sich dann allerdings in Forderungen gegenüber Wieland Wagner, denen er sich aus prinzipiellen Gründen nicht beugen konnte.

Sie war eine der bestrenommierten Sopranistinnen im deutschsprachigen Raum. So sind heute noch Aufnahmen aus den 1950 und 1960-Jahren auf dem Markt, in denen sie die Rollen des italienischen Fachs in deutscher Sprache singt.

Aus 1955 eine 'Tosca' mit Hans Hopf als Cavaradossi und Josef Metternich als Scarpia, Dirigent Richard Kraus und eine 'Aida' mit Jean Madeira als Amneris, Hans Hopf als Radames, George London als Amonasro, Gottlob Frick als Ramphis - Dirigent Rafael Kubelik.


http://youtu.be/LQTiFR02O-0

Als gerade einmal 20-Jährige begann sie ihre Sängerkarriere am Landestheater in Innsbruck, war dann in Saarbrücken und in München engagiert, wo sie - wie auch in Wien und überall in der Welt - ihr Leben lang die Rollen des italienischen und deutschen Fachs der Jugendlich-Dramatischen und später dann auch die Charakterrollen Kostelica, Klytämnestra und Ortrud sang.

Der Durchbruch an der Met gelang ihr als Lady Macbeth - die Callas musste krankheitsbedingt absagen.


 

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Um 'Missverständnisse' zu vermeiden:

Als Zeitungs- / Theater-Abonnent und Abnehmer von voll bezahlten Eintrittskarten aus dem freien Verkauf verstehe ich diese Besprechungen und Kommentare nicht als Kritik um der Kritik willen,
sondern als Hinweis auf - nach meiner Auffassung - Geglücktes oder Misslungenes.

Neben Sachaussagen enthalten diese Texte auch Überspitztes und Satire.

Hierfür nehme ich den Kunstvorbehalt nach Artikel 5, Grundgesetz, in Anspruch.

Dieter Hansing