Bildungsmisere        
       
 
 

 


Zur Meinungsfreiheit westlicher Gesellschaften zählt das Recht zur missverständlichen Überzeichnung.
   
04.01.2010 - dradio.de

 


Thema des Tages:

Carl Bechstein

 

 
...  am 01. Juni 1826 geboren.

1857 stellte er eine neue Konstruktion eines Konzertflügels vor, der den Anforderungen der Pianisten der damaligen Zeit erfüllte.
Bereist drei Jahre später hatte er 300 Exemplare dieses Flügels verkauft.

Carl Bechstein war ein geschickter Unternehmer, in dem handwerkliches Können und hohe Musikalität vereint waren.

Hans von Bülow, der Schwiegersohn von Franz Liszt, war einer der ersten begeisterten Pianisten, der den Bechstein-Flügel in aller Welt bekannt machte, da 'ein Bechstein' dem forschen Spiel von Liszt und von Bülow standhielten.

Die Produktion konnte aufgrund der Empfehlungen weiter gesteigert werden - bis zu 4.500 Pianos wurden bis zum Ersten Weltkrieg jährlich hergestellt. Für den Adel muss 'ein Bechstein' im Salon stehen. Vertretungen der Firma werden in Paris, London und St. Petersburg eingerichtet.

Nicht nur in den Konzertsälen, in denen die Klassik vermittelt wurde, kam Bechstein zum Einsatz. Auch Freddy Mercury nutzte einen Bechstein-Flügel bei seinen Queen-Auftritten vor großem Auditorium.

Heute hat die Firma Bechstein seine Konkurrenz in den Billiglohnländern in Asien.
 

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Carl Bechsteins Sohn Edwin war mit Helene Capito verheiratet, die sich sehr um Adolf Hitler bemühte. Sie besuchte ihn häufig im Gefängnis in Landsberg und 'schliff ' ihn, sein Benehmen und damit Auftreten in der Öffentlichkeit nach seiner Haft, so dass er auf diplomatischem Parkett bestehen konnte.

Ihre Geldzuwendungen ermöglichten den Druck von 'Mein Kampf' und die Anfänge des 'Völkischen Beobachters'.

Gemeinsam mit Winifred Wagner, die sich ebenfalls sehr um den aufstrebenden Nationalsozialisten kümmerte, bereitete sie die Basis für seinen Erfolg nicht nur bei den breiten Massen, sondern auch in der Gesellschaft.
 

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Um 'Missverständnisse' zu vermeiden:

Als Zeitungs- / Theater-Abonnent und Abnehmer von voll bezahlten Eintrittskarten aus dem freien Verkauf verstehe ich diese Besprechungen und Kommentare nicht als Kritik um der Kritik willen,
sondern als Hinweis auf - nach meiner Auffassung - Geglücktes oder Misslungenes.

Neben Sachaussagen enthalten diese Texte auch Überspitztes und Satire.

Hierfür nehme ich den Kunstvorbehalt nach Artikel 5, Grundgesetz, in Anspruch.

Dieter Hansing
 

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