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Thema des Tages
Unternehmen Sonnenblume
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ab 11. Februar
1941
Mussolini träumte von einem neuen römischen Reich, das zumindest
die Länder rund um das Mittelmeer beinhalten sollte.
Italien hatte Frankreich und Großbritannien am 10. Juni 1940 den Krieg
erklärt. Es ging von einem kurzen Kampf aus, im Rahmen dessen es seine
Gebietsansprüche durchsetzen wollte.
Mussolini strebte in Nordafrika nach Westen, um Tunesien zu annektieren,
dann, im September 1940
sandte er seine Truppen von Italienisch-Libyen nach Osten, um die
Ägypten besetzt haltenden Briten zu vertreiben und den Suezkanal für sich
zu gewinnen. Damit hätte er auch endlich eine Landbrücke zu dem von ihm
besetzten Äthiopien geschlagen, was den Nachschub in das ostafrikanische
Land erleichtert hätte.
Die 10. italienische Armee war stark, trotzdem konnten die Briten mit
Unterstützung von Truppen, die sie aus dem Empire zusammenzogen, die
Italiener in Nordafrika bis weit nach Westen hin zurückdrängen.
Die 10. italienischen Armee wurde vernichtet. Etwa 130.000 italienische
Soldaten gingen in Kriegsgefangenschaft und tausende Panzer,
Artilleriegeschütze und Flugzeuge wurden zerstört.
Hitler musste eingreifen, um den Verlust Nordafrikas zu verhindern.
Am 11. Februar 1941 trafen die ersten deutschen Truppen in Tripolis ein,
die zum Deutschen Afrika Korps zusammengezogen, einen Sperrriegel bilden
sollten, um im Rahmen des 'Unternehmens Sonnenblume' das weitere
Vordringen der Briten nach Westen zu verhindern.
Nachdem Ägypten für Mussolini verloren war, meinte er sich dem Balkan
als neuem Ziel der Eroberung zuwenden zu können, in Albanien saßen die
Italiener schon, von dort drangen sie nach Osten vor.
Aber auch der Einfall der Italiener in Griechenland misslang, wieder musste
Hitler zu Hilfe kommen, was den Beginn seines Unternehmens Barbarossa um
vier Wochen auf den 22. Juni 1941 verspätete.
Die Konsequenz war, dass der hereinbrechende Winter den Vormarsch der
deutschen Wehrmacht 30 km vor Moskau stoppte.
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Um 'Missverständnisse' zu vermeiden:
Als Zeitungs- / Theater-Abonnent und Abnehmer von voll
bezahlten Eintrittskarten aus dem freien Verkauf verstehe ich
diese Besprechungen und Kommentare nicht als Kritik um der
Kritik willen,
sondern als Hinweis auf - nach meiner Auffassung - Geglücktes
oder Misslungenes.
Neben Sachaussagen enthalten diese Texte auch Überspitztes und
Satire.
Hierfür nehme ich den Kunstvorbehalt nach Artikel 5,
Grundgesetz,
in Anspruch.
Dieter Hansing
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