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Gerade wenn das Theater eine 'Gegenwartskunst' sein soll, dann hat
es die Probleme der Zeit aufzuzeigen, in der das Stück spielt
und nicht mittels Mätzchen und Albernheiten das Stück 'vom
Sockel' zu holen und ins Heute zu zerren.
Man übertrage Leonore mit der Einkaufskarre konsequent ins Heute
auf die Kö in Düsseldorf, da singt sie dann 'Pace, pace ...' -
und Preziosilla auf dem Ku-Damm in Berlin ihr 'Rataplan, plan, plan,
plan, plan, plan!'
Allein der Gedanke.
Man fasste es nicht!
Es ist auch zu bezweifeln, dass in der hiesigen
westlichen und heutigen Gesellschaft
ein Bruder
der Schwester bis in sein
eigenes Greisenalter nachstellt, um die zeitlich weit
zurückliegende Affäre und den damals zufälligen
Tod des eigenen Vaters zu rächen.
Daher sollen die Theater sich eigene Werke der Jetztzeit schreiben.
Aber da geht dann keiner hin.
Zitatende
Sah man damals das Stück 'Cosí fan tutte' mit einem Augenzwinkern, wusste das
Publikum um die Um- und Zustände in dem Werk. Und doch hatte man
1790 seine Probleme, stufte man das Werk doch als zu frivol ein.
Heute lässt sich der Mummenschanz kaum noch einigermaßen
glaubwürdig darstellen.
Vielerorts
endet das Jahr, wie es begonnen hat: mit Kürzungen. Die
finanzielle Lage der Theater war das beherrschende Thema
2025. Doch wie schaut es abseits davon aus? Wie
behaupten sich Theater und Künstler trotz großer Sorgen
um die Zukunft?
Burkhardt,
Susanne; Koch, Vincent; Pesl, Martin Thomas; Philipp
Elena | Zitatende
Wieland
Wagners Bayreuther Inszenierung von „Tristan
und Isolde“ aus dem Jahr 1963 folgte den
Spuren Appias
- Foto: Picture Alliance
Oper ist weder Netflix noch „Tagesschau“. Wir
brauchen ein neues Regietheater, das die Bühne
entrümpelt, um der Partitur zur vollen Wirkung
zu verhelfen.
Metropolitan Opera:
Stellenstreichungen und ein
möglicher Verkauf von Chagall-Wandgemälden
24.01.2026
Dass die Metropolitan Opera in
New York Geldsorgen hat, ist schon länger bekannt.
Jetzt streicht die Met mehr als 20 Stellen in der
Verwaltung, verschiebt Produktionen und kürzt die
Gehälter von Führungskräften um bis zu 15 Prozent.
Zitatende
Zitat
Dorny zur Lage der Oper
: Wie lange gibt es noch
Oper?
Gastbeitrag von Serge Dorny -
21.01.2026, 05:38
Oper ist kein Schutzwall
gegen die Zukunft, sondern die Brücke in sie. Gerade
als Gegenentwurf zur sozialen Isolation durch
Digitalisierung ist sie brisant.
Dürigner erhält ein Schreiben vom 22. Oktober 1846
mit welchem Lortzing mitteilt, dass er da in Wien noch
nie besoffen gewesen sei, in Leipzig dagegen in der
letzen Zeit alle Tage, in Dresden auch und nun solle er
ihn 'im Arsch' lecken.
Zitatende
"Die
Schwachen kämpfen nicht.
Die Stärkeren kämpfen vielleicht
eine Stunde lang.
Die noch stärker sind, kämpfen viele
Jahre.
Aber die Stärksten kämpfen ihr Leben
lang.
Diese sind unentbehrlich.
Bert Brecht" Was sich seit einiger Zeit auf unseren
Bühnen vollzieht, ist eine systematische
Missachtung der Werkintentionen der
klassischen Opern- und Theaterliteratur.
Aus Unkenntnis oder bewusstem Kalkül
werden Werke zu Lasten des Steuerzahlers
verfälscht auf die Bühne gebracht –
verantwortet von Entscheidungsträgern in
den Ministerien, fortgeführt durch die
von ihnen eingesetzten Theaterleitungen
und Dramaturgien und letztlich
hingenommen von der musikalischen
Oberleitung. Statt den Autoren zu
folgen, werden ihre Werke z.B. durch ein
sogenanntes „Verheutigen“ aus ihrem
historischen, geistigen und ästhetischen
Zusammenhang gerissen. Sie werden
verfremdet, entstellt und letztlich dem
Spott preisgegeben.
Hamburg, 19. Januar 1892.
Gustav Mahler rettet die deutsche Erstaufführung von
Tschaikowskys Oper "Eugen Onegin". Die hätte nämlich
sonst wahrscheinlich in einer Katastrophe geendet...
In Sanierung und Neubau von Opernhäusern werden in
Deutschland gerade Milliarden gesteckt.
Warum ist das so
teuer?
Und warum finden selbst Opernmuffel das offenbar
vollkommen korrekt?
Die Jury des Theatertreffens sorgt für Diskussionen.
Trotz eines reichen Bühnenjahres wirkt die Auswahl
überraschend dürftig. Wie konnte es dazu kommen – und
wird es im nächsten Jahr besser?
USA
Washington National Opera zieht sich aus Kennedy Center
zurück
Die Washington National
Opera will ihre Aufführungen aus dem Kennedy Center abziehen.
Das ist ein weiterer prominenter Abschied nach der Übernahme der
führenden US-Kultureinrichtung durch Präsident Trump. Die Oper
erklärte, sie wolle ihre Verbindung zum Kennedy Center
einvernehmlich beenden und komplett unabhängig arbeiten.
“Das kostet uns
richtig viel Geld.
Mit welchem Recht sagen wir, die Infrastruktur-Einrichtung
Theater ist wichtiger als die Infrastruktur-Einrichtung Stadion?”,
fragte er rhetorisch in den Saal, der mit großem Applaus
antwortete."
Regensburger Wochenblatt am 16.11.2010 über eine Aussage von
Bürgermeister Wolbergs während einer Podiumsdiskussion zum Neubau eines
Fußballstadions in Regensburg.
Der Rahmen,
der Kultur ermöglicht:
"Wir müssen in der Kulturpolitik Ermöglicher sein", sagte
Schaidinger. Das Wort Plan nehme er in Zusammenhang mit
'Kultur' nicht in den Mund. Es gehe um Perspektiven. Und bei
der Diskussion künftiger Schwerpunkte auch darum, die Latte
was die Qualität betrifft, höher zu legen.
"Natürlich müsse man auf Qualität achten", bestätigte Meyer.
Es sei aber nicht Aufgabe der Politik, diese zu definieren.
Genauso wenig wie es Aufgabe des Regensburger Theaters sei,
in überregionalen Feuilletons zu glänzen, erteilte Meyer
Händlers Kritik eine Absage."
Der Autor
hatte wiederholt angeprangert, dass das Theater Regensburg,
das immerhin rund ein Drittel des städtischen Kulturetats
verschlingt, überregional so gut wie nicht wahrgenommen
werde.
Nachlese
01. Januar
2008
"Ich brauche keinen GMD"
Das waren die Worte eines gewissen
Herrn, der verständlicherweise nicht genannt werden will, beim
Weggang von GMD Rumstadt aus der Metropole der Oberpfalz.
weiter
Um 'Missverständnisse' zu
vermeiden:
Als Zeitungs- / Theater-Abonnent und Abnehmer
von voll bezahlten Eintrittskarten aus dem freien Verkauf
verstehe ich diese Besprechungen und Kommentare nicht als Kritik
um der Kritik willen, sondern als Hinweis auf - nach meiner
Auffassung - Geglücktes oder Misslungenes.
Neben Sachaussagen enthalten diese Texte
auch Überspitztes und Satire.
Hierfür nehme ich den Kunstvorbehalt
nach Artikel 5, Grundgesetz,
in Anspruch.