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Prolog (Prothoe,
Chor). Die
Amazone Prothoe
erinnert ihre
Königin
Penthesilea
daran, dass sie
nur den Mann
erwählen dürfe,
der ihr im Kampf
entgegentrete.
Gleichzeitig
warnt sie
Penthesilea vor
den Fallstricken
der Liebe. Der
Chor weist auf
den vom Wind
herangetragenen
Schlachtenlärm
hin.
Szene 1
(Achilles,
Odysseus, Bote).
Voller Hass auf
Penthesilea
betrachtet
Odysseus eine
Verwundung
seines Freundes
Achilles. Er
versucht, ihn
vom weiteren
Kampf
abzuhalten. Der
ist jedoch
völlig besessen
davon, die
Amazonen zu
vernichten,
nennt Odysseus
und die anderen
Griechen
„Weicheier“ und
schwört,
Penthesilea
sterbend durch
den Staub zu
schleifen. Als
ein Bote
angsterfüllt
deren Nahen
verkündet, eilt
Achilles ihr
entgegen.
Odysseus hält
dies für
Wahnsinn.
Szene 2
(Penthesilea,
Prothoe, Botin).
Obwohl die
Amazonen in der
Schlacht gesiegt
haben, ist
Penthesilea noch
nicht zufrieden.
Sie will noch
einmal ins Feld
ziehen und den
verhassten
Achilles zu
ihren Füßen im
Staub liegen
sehen. Prothoe
versucht
vergeblich, sie
zu
beschwichtigen.
Da meldet ein
Bote die Ankunft
des Gegners, und
Penthesilea
fordert ihre
Gefährtin auf,
ihr zu folgen.
Prothoe schwört:
„Bis in die
Hölle!“
Zwischenspiel
(Chor,
Odysseus). Der
Chor schildert
den Stolz und
Rätselhaftigkeit
der
Amazonenkönigin.
Odysseus
vergleicht sie
mit einer
hungrigen
Wölfin. Die
Amazonen
ihrerseits sind
wie geblendet
vom Glanz des
Achilles.
Szene 3
(Priesterin,
eine Amazone,
Chor). Die
Oberpriesterin
beobachtet
besorgt
Penthesileas
Kampfvorbereitungen.
Sie ist der
Ansicht, dass es
einer Königin
nicht zustehe,
ihren Gegner
selbst zu
wählen. Eine der
Amazonen
mutmaßt,
Penthesilea sei
von Amors Pfeil
getroffen
worden. Die
Amazonen
beobachten den
Kampf aus der
Ferne.
Penthesilea wird
von ihrem Pferd
geworfen und ist
Achilles
ausgeliefert. Er
tötet sie jedoch
nicht, sondern
hebt sie in
seinen Armen
empor. Prothoe
entreißt sie
ihm. Achilles
wirft seine
Waffen fort. Die
beiden Frauen
machen sich
jammervoll auf
den Heimweg.
Szene 4.
(Penthesilea,
Priesterin,
Prothoe,
griechische
Krieger hinter
der Szene,
Amazonen). Aus
Wut darüber,
dass sie
Achilles’ Liebe
auf dem
Schlachtfeld
gewinnen muss,
hetzt
Penthesilea ihre
Hunde auf ihn.
Prothoe und die
Priesterin
beklagen die
Besessenheit
ihrer Königin
und flehen sie
an, sich zu
retten.
Penthesilea will
sich eher von
Achilles töten
lassen als
unfähig zu sein,
einen Mann in
sich verliebt zu
machen. Als die
Rufe der
Griechen hörbar
werden, fürchten
Prothoe und die
Priesterin,
Penthesilea zu
verlieren.
Prothoe schlägt
eine Waffenpause
vor, damit sie
wieder zur
Besinnung
findet.
Penthesilea
übergibt sich
jedoch jetzt
völlig ihren
Fantasien. Sie
will Berge
übereinander
wälzen und auf
dem Gipfel
stehend Achilles
zu sich ziehen.
Dann bricht sie
zusammen.
Prothoe befiehlt
den Amazonen,
die Griechen
anzugreifen,
ohne aber
Achilles zu
töten. Die
Priesterin zieht
sich zurück.
Szene 5
(Achilles,
Amazonen).
Achilles
verhöhnt die
angreifenden
Frauen, die der
Übermacht der
Griechen
erliegen. Eine
Amazone fällt.
Die übrigen
fliehen in
Panik. Achilles
ergreift
Penthesilea und
fordert Odysseus
auf, die anderen
Amazonen zu
verfolgen.
Odysseus wünscht
ihm Glück.
Szene 6
(Achilles,
Prothoe,
Penthesilea).
Achilles und
Prothoe sorgen
sich um die
bewusstlose
Penthesilea.
Achilles
erklärt, dass er
sie zu seiner
Königin machen
wolle. Als sie
die Augen
aufschlägt,
fordert Prothoe
ihn auf, sich
zurückzuziehen,
da Penthesilea
die Schande
nicht ertragen
könnte.
Penthesilea
erinnert sich an
die Schlacht wie
an einen Traum.
Prothoe beruhigt
sie und zeigt
ihr dann
Achilles,
angeblich ihren
entwaffneten
Gefangenen. Der
wirft sich ihr
zu Füßen und
erklärt ihr
seine Absichten.
Penthesilea
gerät vor Glück
in Ekstase. Sie
schmeichelt
Achilles, und
beide bekennen
einander ihre
Liebe. Da kehren
die Griechen
zurück, und
Achilles muss
zugeben, dass
nicht er ihr
Gefangener ist,
sondern sie
selbst besiegt
wurde und ihm
folgen muss.
Penthesilea ist
erschüttert.
Szene 7
(Achilles,
Odysseus,
Penthesilea).
Der Kampf bricht
erneut aus, und
Odysseus warnt
seinen Freund,
dass jetzt die
Amazonen im
Vorteil seien.
Sie hätten
„Penthesilea“ zu
ihrem
Schlachtruf
erkoren.
Achilles’
Kampfeslust
erwacht wieder.
Er befiehlt,
Penthesilea in
das griechische
Lager zu
bringen.
Entsetzt fleht
sie ihn an,
stattdessen ihr
unter die Eichen
zu folgen.
Achilles lehnt
ab. Beide sehen
keinen Ausweg
mehr: Achilles
ist wie
versteinert, und
Penthesilea
gerät ins
Stottern.
Odysseus mahnt
seinen Freund
zum Rückzug und
zieht ihn mit
sich fort.
Szene 8
(Penthesilea,
Priesterin,
Prothoe,
Amazonen). Die
Amazonen
triumphieren,
werden aber von
ihrer Königin
zurechtgewiesen.
Sie habe sich
Achilles’ als
Gefangene
ergeben und sei
gesetzeswidrig
befreit worden.
Die von diesem
Verhalten
enttäuschte
Priesterin
spricht sie frei
und fordert sie
auf, den Krieg
jetzt zu beenden
und ihnen die
Heimkehr zu
gestatten.
Penthesilea
bittet Prothoe,
bei ihr zu
bleiben. Sie
fühlt sich
schuldig an dem
Geschehenen und
will nur noch
sterben, „einen
Schacht graben,
kalt wie Erz“,
und in diesen
hinabsteigen.
Szene 9
(Penthesilea,
Prothoe, ein
Bote). Ein Bote
überbringt
Penthesilea eine
Duellforderung
Achilles’.
Penthesilea kann
nicht glauben,
dass er, der von
ihrer
körperlichen
Schwäche weiß,
dazu in der Lage
sei. Obwohl
Prothoe ihr rät,
den „Herzlosen“
zu vergessen,
beschließt
Penthesilea,
sich ihm zu
stellen. Sie
beschwört den
Gott des
Krieges, ruft
ihre Hunde zu
sich und richtet
ihren Bogen
lachend auf
Prothoe. Diese
bricht vor Angst
zusammen.
Penthesilea
schreit den
Namen „Achilles“
hinaus.
Zwischenspiel
(elektronisches
Crescendo von
pppp bis f,
20–25 Sekunden).
Szene 10
(Achilles,
Odysseus, Chor,
ein Bote).
Achilles
reflektiert
seine
widerstreitenden
Gefühle für
Penthesilea.
Odysseus ist
entsetzt, als er
von seiner
Duellforderung
erfährt.
Achilles
erklärt, dass
die Traditionen
der Amazonen es
verlangten, dass
Penthesilea ihn
im Kampf
besiege, bevor
es eine
Liebesnacht
geben könne.
Odysseus wird
wütend, doch
Achilles hört
ihm kaum zu. Da
verkündet ein
Bote, dass
Penthesilea die
Herausforderung
angenommen habe
und mit ihren
Hunden auf dem
Weg sei.
Achilles glaubt
nicht, dass
Penthesilea ihn
wirklich töten
wolle. Er begibt
sich zum
Kampfplatz,
während der Chor
die Schrecken
des Krieges
besingt. Ein
Pfeil durchbohrt
Achilles.
Zwischenspiel
(Elektronik).
Szene 11
(Penthesilea,
Prothoe,
Priesterin,
Chor).
Penthesilea
nähert sich
langsam der
Leiche. Die
entsetzte
Priesterin
verflucht sie,
wirft ihr ihren
Schleier vor die
Füße und fordert
Prothoe auf, sie
fortzubringen.
Penthesilea
schaut sich um,
nimmt den Pfeil
und beginnt, ihn
zu putzen. Der
Chor der
Amazonen
beschreibt
verwundert ihre
Handlungen.
Prothoe ist
zutiefst
gerührt. Sie
spricht
Penthesilea mit
zärtlichen
Worten zu,
bestätigt ihren
Sieg.
Penthesilea
fühlt sich mit
einem Mal
vergnügt und
selig. Da
erblickt sie den
toten Achilles,
betrachtet seine
Wunden und
verlangt zu
wissen, wer „den
Toten tötete“
und ihn so
zurichtete. Die
Priesterin
entgegnet, es
sei ihr eigener
Pfeil gewesen.
Anschließend
habe sie sich
mit ihren Hunden
auf ihn
geworfen, ihn
geschlagen und
selbst
zugebissen.
Penthesilea kann
dies nicht
glauben. Nur
langsam dämmert
ihr, was
geschehen ist.
Sie bittet den
Toten um
Vergebung, löst
ihre Verbindung
mit den Amazonen
und erklärt,
dass sie jetzt
diesem Mann
folgen wolle.
Dann übergibt
sie Prothoe
ihren Bogen und
ihre Pfeile. Sie
ist bereit für
den Tod. In
Gedanken formt
sie aus der
„Glut des
Jammers“, dem
„Gift der Reue“
und dem „Amboss
der Hoffnung“
einen Dolch, in
den sie sich
stürzen will.
Epilog.
Penthesilea
bricht über
Achilles’ Leiche
zusammen. Der
Chor wiederholt
die Worte
„Jammer, Reue,
Hoffnung“.
Zitatende
Quelle: https://de.wikipedia.org/wiki/Penthesilea_(Dusapin)
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